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Anstatt Blumen
Ein Blumenstrauss kostet schnell 35 Franken. Als Alternative können Sie je ein Stöckchen Rosmarin, Salbei, Thymian in einen schönen Topf setzen und verschenken. Die Kräuter veredeln die Mahlzeiten. Einen Teil der Pflanze lässt man blühen. Auch Minze, Goldmelisse und Kamille sind geeignet. Schenken Sie einen Rosenstrauch-Setzling (mit Dünger). Eine CD mit Liedern zum Träumen. Eine feine Body-Lotion zum in der eigenen Haut Wohlfühlen. Stellen Sie eine kleine Tasche zusammen mit Pflegeprodukten im Miniformat – Shampoo, Duschgel, Gesichts-Creme etc. - für eine Übernachtung. Bücher entführen in eine andere Welt.
Eine Stunde Massage kostet etwa das Doppelte, dafür bekommt man auch einen Gutschein für eine Pedicure.
Oder nehmen Sie ein schönes Briefpapier und schreiben Sie einen richtig langen Brief. Bedanken Sie sich, erinnern Sie an besondere Erlebnisse, vielleicht stellen Sie Fragen. Suchen Sie ein passendes Gedicht. Sagen Sie alles, was Sie einmal der Empfängerin sagen wollten. Schreiben Sie einen Brief, den man sich hinter den Spiegel stecken kann!
Christiane Faschon
Mit Grenzen leben: Klären, entscheiden, wachsen
In Krisensituationen haben viele Betroffene den Eindruck, dass sie den Umständen hilflos ausgesetzt sind und keine Gestaltungsmöglichkeit mehr haben. Um dies zu ändern ist es wichtig, zuerst eine gründliche Auslegeordnung der Situation zu erstellen: Wo sind die Baustellen? Was ist geklärt? Was ist im Moment festgelegt?
Steht der Handlungsbedarf fest, wird priorisiert: Was müssen Sie zuerst angehen? Wer kann Sie mit Informationen und Beratung unterstützen? Und: Was hilft Ihnen, in dieser harten Zeit auf den Beinen zu bleiben? Wie kommen Sie zu Erholung und Lebensfreude? In der Mathematik gilt nicht umsonst, dass eine saubere Aufgabenstellung die halbe Lösung ist!
Auch hier gibt es Grenzen. Frustration ist vorgezeichnet, wenn man zu viel in kurzer Zeit will. Zu hohes Tempo verhindert auch, dass man Wegweiser am Rande entdeckt. Dazu kommen Unvereinbarkeiten: Selbst bei wichtigen Punkten gibt es Dinge, die sich ausschliessen. Entscheide sind unausweichlich. Das kann schmerzhaft sein. Doch es zeigt sich, dass mit jedem gut durchdachten Entscheid die eigene Lebens-Kompetenz zunimmt.
Christiane Faschon
Energie mobilisieren
Damit der Alltag weniger an den Kräften zehrt
In schwierigen Zeiten fällt es schwer, Kraft für den Alltag und neue Herausforderungen aufzubringen. Am Kongress des SVAMV hielt Antoinette Hunziker-Ebneter einen Workshop zum Thema „Energie mobilisieren“.
Die alleinerziehende Geschäftsfrau brachte dabei ihre Erfahrungen aus Beruf und Familie ein. Sie betonte, dass es in beiden Bereichen wichtig ist, klare Ziele zu formulieren und dann konsequent durchzusetzen. „Dabei ist es wichtig, sich seiner Werte bewusst zu sein – bis wohin und nicht weiter will ich gehen?“. Ein wichtiger Punkt ist das Vertrauen: Wenn Werte, aber auch Freiräume für alle Beteiligten klar bestimmt sind, ist der Alltag weniger Kräfte zehrend.
Zu den notwendigen Freiräumen gehören besonders in kritischen Zeiten die Atempausen. Dies kann ein kurzer Spaziergang nach der Sitzung sein, anstatt sofort Zug oder Auto zu besteigen. Gärtnern kann entspannen, die Lektüre eines Buches, Sport oder Musik. Wer singt, verringert – unabhängig vom Resultat – Stress; Durchblutung und Atmung werden verbessert, man fühlt sich weit, stärkt die Flügel der Seele. Das Bett oder ein warmes Bad können Zufluchtsort sein. Ganz wichtig sind auch Massagen, die Körper wie Geist entspannen.
Geben Sie auch Ihren Beziehungen Raum. Der Kontakt mit Nahestehenden hilft aufzuatmen (und halten Sie sich wenn immer möglich von Menschen fern, die Ihnen nicht gut tun)! Und: erinnern Sie sich, wie Sie frühere Krisen durchschritten und überstanden haben. Das Leben trägt, ob seine Wellen steigen oder fallen.
Christiane Faschon
Reise in die Nähe
Reisen sind Energie-Inseln im Alltag. In Zeiten knapper Ressourcen ist Kreativität gefragt.
- Nehmen Sie sich einen ganzen Tag für sich, möglichst vom Abend des vorangehenden Tages bis zum Morgen danach.
- Erkunden Sie Ihren Wohnort. Nehmen Sie ein Picknick mit, verbringen Sie einen Tag im Wald, auf einer Wiese oder wandern Sie um Ihren Wohnort.
- Reisen Sie in den nächsten Ort und absolvieren Sie die Touristen-Besichtigungstour. Besuchen Sie Museen, Kirchen, Baudenkmäler, flanieren Sie.
- Kaufen Sie sich (rechzeitig reservieren) bei Ihrer Gemeinde ein Tages-GA. Sie können damit für wenig Geld mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln reisen. Nutzen Sie Zug, Bus, Schiff, Tram. Fahren Sie früh und kommen Sie mit dem letzten Zug zurück.
Sie werden mit vielen neuen Eindrücken aus diesem Tag heimkehren.
Christiane Faschon
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